Aufruf an alle, die betroffen sind von dem durch die Europäischen Union geführten Krieg gegen Migrant*innen und Refugees, sowohl an den Außengrenzen, als auch innerhalb ihrer politischen und sozialen Ordnung


DEUTSCH


Am 6. Februar 2014 versuchten mehrere Migrant*innen in einer kollektiven Aktion über die Enclave von Ceuta (eine der zwei Grenzen der Europäischen Union auf afrikanischem Boden) das Meer zu überwinden. Die spanische Guardia Civil feuerte auf die Migrant*innen im Wasser mit Gummigeschossen und Tränengas. Die marokkanische Polizei und lokale Rassist*innen machten bei dieser mörderischen Jagt auf Migrant*innen mit. Mindestens 15 von ihnen wurden getötet und 50 werden vermisst. Dutzende wurden verletzt und illegal nach Marokko abgeschoben.

Ein Jahr darauf gedenken  die Familien der Opfer, Freund*innen, Beobachtende und Aktive für die Gleichstellung der Menschenrechte diesen Morden.

Dies ist eine Chance den Weg für die Entstehung einer Transnationalen Aktionsplattform für Migrant*innen, Flüchtlinge und solidarische Initiativen vorzubereiten. Wir werden uns zusammen tun, um alle Verbrechen und Ungerechtigkeiten, denen wir ausgesetzt sind, zu bekämpfen.

Warte nicht darauf, dass andere sich erheben, tu es selber!

4 Gedenk-, Aktions- und Arbeitstage vom 5.-8. Februar 2015, dies sind die Hauptthemen:

– 5. Februar:

Ankunft der Delegationen CISPM aus Europa (9 Länder) und Tunesien – Vorstellung des Projekts der CISPM – Videovorführung – Informationen und Diskussion über die vorgeschlagene Diskussionsordnung

– 6. Februar:

– 10 Uhr Pressekonferenz

– 11 Uhr Demonstration von der Spanischen Botschaft, zu der Botschaft von Marokko, dem Bundesrat bis zum Auswärtigen Amt.

– 19 Uhr Event / Erzählungen von Freunden der Ermordeten, die mit ihnen im Wald gelebt haben und jetzt in Deutschland leben – Bilder und Videos unserer Brüder
- danach: offene Diskussion mit den anwesenden Gästen

– 7. Februar:

– 10- 14 Uhr/ 16 -18 Uhr Workshops CISPM

  1. Kriegsdiplomatie der EU Die internationalen Vereinbarungen: Dublin 3, Bilaterale Vereinbarungen in Bezug auf Abschiebung, Militarisierung der Grenzkontrollen. Humanitäre Rethorik der EU, die « Seenot-Einsätze » und die VISA Politik. Beschwerde gegen die EU.
  2. Interne Strategien der Verfolgung: EU-weit verschiedene Einwanderungsgesetze, strukturelle Diskriminierung von illegalisierter migrantischer Arbeit, institutionalisierte Strategien zur Aberkennung der Rechte: die Duldung in Deutschland, Obdachlosigkeit in Italien. Lampedusa in Hamburg, Lampedusa in Berlin.
  3. Transnationale Aktionen und Kampagne: Die Karawane Bamako-Tunis März 2015.

– 19 uhr “Afrikanische Musik und Kultur”

– 8. Februar:

– 10 Uhr Großes Gruppentreffen mit der CISPM – Austausch der Ergebnisse der Workshops – Diskussion über Aktionen und gemeinsame Kampagnen
- 15 Uhr Abfahrt der Delegationen

CISPM « International Coalition of Sans-Papiers and Migrants Berlin: Droit des Migrants – Voix des Migrants – Caravan for the Rights of Refugees and Migrants – ARACEM Association of Deportees of Central Africa in Mali – Africa Europe Interact – Move and Resist Bielefeld – (Liste offen).

-10 Januar 2015: Soliparty K9- Infoveranstaltung – Videos – Fotoausstellung – Konzert und Party.

E-mail: cispmberlin@riseup.net

Tel: Französisch und Englisch +4915213033001 / +491629254998

Tel: Deutsch und Italienisch +491787271595 / +491791425844

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